Helado de Turrón – Spanisches Nougat-Eis
Süße Siesta:
Helado de Turrón selbst gemacht
Sonne auf der Haut, Meersalz in der Luft und der Duft nach Mandeln und Honig in der Nase – das ist Spanien, wie ich es liebe. Die spanische Küche ist pure Lebensfreude: ehrlich, aromatisch und voller Leidenschaft. Sie feiert das Hier und Jetzt mit jedem Gericht, und selbst die einfachsten Zutaten erzählen Geschichten von Tradition, Sonne und Familie.
Genau dieses Gefühl steckt in Helado de Turrón, dem spanischen Nougat-Eis, das seine Wurzeln in der Region Alicante hat. Es ist weit mehr als nur ein Dessert – es ist ein Stück spanische Seele, eingefroren in goldener Süße.
Ich bereite es immer dann zu, wenn ich mir oder meinen Gästen etwas Besonderes gönnen möchte – an warmen Sommerabenden auf der Terrasse, als festlichen Abschluss eines Tapas-Menüs oder in der Weihnachtszeit, wenn der klassische Turrón ohnehin in jeder spanischen Küche auf dem Tisch liegt. In Spanien gehört Helado de Turrón tatsächlich nicht nur in den Sommer, sondern auch zu den Feiertagen.
Die Spanier verstehen es wie kaum jemand sonst, Gegensätze harmonisch zu verbinden: Sonne und Schnee, Süße und Salz, Feier und Ruhe. Genau das spiegelt dieses Dessert wider. Beim Servieren streue ich gern ein paar geröstete Mandeln darüber, träufle etwas Honig oder Mandellikör an und dekoriere das Eis mit kleinen Stücken des originalen Turrón blando. So wird aus einem einfachen Eis ein festlicher Genussmoment mit mediterraner Eleganz.
Besonders reizvoll ist der Kontrast, wenn ich das Nougat-Eis mit frischen Feigen oder Orangenfilets kombiniere – die Fruchtigkeit hebt das nussige Aroma wunderbar hervor. In der Weihnachtszeit serviere ich es dagegen gern mit einem Espresso oder einem Glas Pedro Ximénez, dem samtig-süßen Sherry, der perfekt mit der Mandel-Note harmoniert.
Helado de Turrón ist wie eine süße Siesta – ein Moment des Innehaltens, ein Geschmack, der Sonne und Seele vereint. Ein Löffel genügt, und plötzlich wird der Alltag still. Dann höre ich das Lachen spanischer Familien, das Klirren von Weingläsern und das leise Rauschen des Meeres – und für einen Augenblick ist Spanien ganz nah.
Das ist das Geheimnis der spanischen Küche: Sie verwandelt einfache Zutaten in Emotionen und Alltagsmomente in kleine Feste. Helado de Turrón ist genau das – ein Stück Sommer, das auf der Zunge schmilzt und im Herzen bleibt.
Helado de Turrón – Spanisches Nougat-Eis
Kategorie: Dessert / Eis / Spanische Küche
Küche: Spanisch
Schwierigkeitsgrad: Mittel
Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten + 6 Stunden Gefrierzeit
Portionen: 6
Utensilien:
-
Schneebesen
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Schüssel (hitzebeständig)
-
Topf
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Rührspatel
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Mixer oder Pürierstab
-
Eismaschine (optional, aber empfohlen)
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Gefrierbehälter mit Deckel
Zutaten:
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200 g spanischer Turrón blando (weicher Mandelnougat, z. B. aus Jijona)
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250 ml Vollmilch
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250 ml Schlagsahne
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4 Eigelbe (Größe M)
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80 g Zucker
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1 TL Honig
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1 Prise Salz
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Optional: ein Schuss Mandellikör oder Amaretto für ein intensiveres Aroma
Spanische Küche:
Zubereitung:
- Ich beginne damit, den Turrón blando grob zu zerbröckeln. Der Duft nach Mandeln und Honig füllt sofort meine Küche – das ist Spanien in seiner süßesten Form.
- Währenddessen erhitze ich in einem Topf Milch und Sahne bei mittlerer Hitze, bis sie kurz vor dem Siedepunkt stehen. Ich rühre stetig, damit nichts anbrennt. Dann gebe ich den Turrón hinein und lasse ihn langsam schmelzen. Mit einem Pürierstab sorge ich für eine samtig glatte Masse.
- In einer Schüssel schlage ich die Eigelbe mit dem Zucker und einer Prise Salz cremig, bis sie hell und luftig werden. Jetzt gieße ich vorsichtig etwas von der heißen Nougat-Milch dazu – ich nenne das „Temperieren“, damit die Eier sich an die Hitze gewöhnen und nicht stocken. Danach wandert die gesamte Masse zurück in den Topf.
- Unter ständigem Rühren lasse ich die Creme auf niedriger Hitze leicht eindicken, bis sie die Konsistenz von flüssigem Vanillepudding hat. Das dauert etwa 5–7 Minuten. Wichtig: Die Masse darf niemals kochen!
- Sobald sie perfekt cremig ist, nehme ich sie vom Herd und rühre den Honig und, wenn gewünscht, den Mandellikör ein. Dann darf alles auf Zimmertemperatur abkühlen. Ich stelle die Basis anschließend für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank – eiskalt lässt sich die Mischung später besser gefrieren.
- Nun fülle ich sie in meine Eismaschine und lasse sie 25–30 Minuten cremig gefrieren. Wer keine Eismaschine hat, kann die Masse auch in einem flachen Behälter einfrieren und alle 30 Minuten kräftig durchrühren – so entstehen keine Eiskristalle.
- Nach etwa 6 Stunden ist mein Helado de Turrón perfekt: cremig, duftend und mit einer feinen Mandel-Süße, die auf der Zunge schmilzt.
- Ich serviere das Eis in gekühlten Gläsern, garniert mit kleinen Stücken Turrón oder gehackten gerösteten Mandeln. Ein paar Tropfen warmer Honig darüber – und jeder Löffel schmeckt nach spanischer Sonne und festlicher Eleganz.
Nährwertangaben pro Portion (ca.)
| Nährwert | Menge |
|---|---|
| Energie | 370 kcal |
| Fett | 25 g |
| Kohlenhydrate | 26 g |
| Eiweiß | 6 g |
| Zucker | 24 g |

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